Café Toscana Dresden

AUS LIEBE ZUM HANDWERK UND DEM BESONDEREN

Dresdner Christstollen und andere Spezialitäten aus der Backstube

handwerklich hergestellt und direkt zu Ihnen geliefert von unserer Eisold GenussManufaktur

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Stollen

Das Café Toscana

„Kein Genuss ist vorübergehend. Der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend.“
Johann Wolfgang von Goethe

Es gibt Gäste, die uns berichten, dass schon Ihre Großmutter gern ihren Kaffee mit einem Stück Torte im Café Toscana genoss. Ein Treffpunkt aller Generationen - so war es hier schon immer und so ist es bis heute geblieben. Wenn Sie unser Café betreten, weht Ihnen der köstliche Duft von frischem Kaffee entgegen. Das Auge isst mit. Die Auswahl an Kuchen und Torten aus unserer hauseigenen Konditorei lässt einem schon mal das Wasser im Munde zusammenlaufen. Darf es ein Stück Toscana-Torte mit feinstem Baumkuchen oder lieber ein Stück Himbeer-Tarte mit vielen frischen Himbeeren sein? Sie haben die Qual der Wahl. Die Toscana-Torte ist übrigens der Renner bei Ihnen, unseren Gästen, und eines unserer Meisterstücke.

Aber es geht nicht nur süß. Bei uns kommt jeder Geschmack auf seine Kosten. Von 9 bis 18 Uhr bereiten wir für Sie frisch-wohlschmeckende Speisen und Getränke zu - von opulent bis leicht, von herzhaft bis süß, von klassisch bis bio - immer nach sächsischer Tradition gepaart mit internationalen und modernen Einflüssen. Rohstoffe beziehen wir so oft wie möglich aus der Region. Unsere Geheimzutat bei allem? - Handwerkliches Können von Herzen.

Für Sie nur das Beste – und davon reichlich.

Ihre Familie Eisold mit allen Mitarbeitern

 

Besonderheiten im Überblick

  • feinste Konditorei-Spezialitäten aus unserer hauseigenen Patisserie

  • sächsisch-mediterrane Küche

  • Kaffee, Tee, Schokolade, Milch und Eier in Bio-Qualität

  • Frühstück für jeden Geschmack

  • Sonntagsbrunch

  • feinste Eiscreme

  • Blick aufs Blaue Wunder und die malerischen Elbhänge

  • Lieferservice

Speisen & Getränke

Café Toscana


Schillerplatz 7
01309 Dresden

Telefon: 0351 310 07 44
E-Mail: info@cafe-toscana.de

Hier geht's zur Tiefgarage Schiller Galerie
Nur 5 Minuten zu Fuß vom Café Toscana entfernt.

 

Öffnungszeiten

täglich      9 : 0 0  bis  1 8 : 0 0 Uhr
   
   
24.12. bis  1 4 : 0 0 Uhr
25.12. geschlossen
31.12. bis  1 7 : 0 0 Uhr
01.01. ab  11:00 Uhr

Chronik

Friedrich Louis Köhler - Der erste Herr am Schillerplatz Nr. 7

Am 15. April 1897 kaufte der Restaurateur und Eiskellereibesitzer Friedrich Louis Köhler das neu errichtete Eckhaus der Häuserzeile am Schillerplatz, direkt an der damaligen „König-Albert-Brücke“. Die Brücke war die fünfte der Dresdner Elbbrücken und wurde erst vier Jahre zuvor fertiggestellt. 

Etwa 20 Jahre vorher, 1874, hatte Köhler den „Schillergarten“ in Blasewitz erworben. Er veranlasste zahlreiche Erweiterungsbauten am Haus für verschiedene Feste und Feiern. Unter seiner Regie wurde das Restaurant damals zu einer gastronomischen Perle für die aufstrebenden Dörfer östlich von Dresden. 

Ein Jahr nachdem das Blaue Wunder eröffnet wurde, verkaufte Köhler den Schillergarten und begann sich für ein neues Häuschen am Schillerplatz
zu interessieren. Genau gegenüber am Schillerplatz 7 richtete der aus dem Thüringischen stammende Gastwirtssohn ein Café ein, nannte es jedoch vorerst schlicht „Kaffeerösterei mit Kaffeeausschank“. Die Brücke als neue Attraktion und viele ehemalige Stammgäste des Schillergartens verhalfen Louis Köhler zu einem schnellen Aufschwung. Im Jahre 1901 tauchte das Kaffeehaus erstmals als „Café Toscana“ auf. Die einstige Erzherzogin von Österreich und Gattin des Sächsischen Kronprinzen Friedrich August III. von Sachsen, Luise Antonia Maria Theresia Josepha Johanna Leopoldine Karolina Ferdinande Alice Ernestina von Österreich-Toscana, war damals Stammgast des Cafés. Es ist also gut vorstellbar, dass er sein Café etwas provokativ nach ihr benannte. Denn sie war gewiss keine gewöhnliche Herzogin. 

1902 heiratete die Tochter Louis Köhlers, Henny, den Kaufmann Ernst Heinrich Zimmermann. Mit ihm ging Köhler drei Jahre später eine Gesellschaft ein. Noch im selben Jahr wurde ein Verwandter Heinrich Zimmermanns, der Konditor Eugen Hugo Zimmermann, neuer Besitzer des Cafés. Es erfolgten erste Umbauten und die Erweiterung um eine Backstube im Keller des Hauses. Er begründete den legendären Ruf für Torten und Süßspeisen des Cafés bis in unsere heutige Zeit. 

Zimmermann kämpfte jedoch auch darum, eine Bierausschank-Erlaubnis zu erhalten. So schrieb er dem Gemeindevorstand 1907: „...in seinem, am Schillerplatz gelegenen Konditorei und Café Toscana ein erstes Bier verabreichen zu dürfen. Zur Begründung meiner Bitte gestatte ich mir den geehrten Gemeindevorstand zu bemerken, dass meine Existenzfrage für die Dauer gefährdet ist. Mein Lokal ist in den Sommermonaten fast leer und
es ist mir unmöglich, im Winter das zu verdienen, was ich im Sommer zusetzen muss.“ Die Concession wurde trotz alledem nur jährlich erteilt. Das Unternehmen scheiterte dennoch, woraufhin der Darmstädter Konditor Robert Förster 1910 die Übernahme des Cafés beantragte, um es nur ein Jahr später an Franz Alois Lenz zu übertragen. Dieser hoffte, dem Café bald seinen alten Ruf wieder geben zu können. Doch auch er vermochte es nicht, das Lokal zu halten. 

1916, mitten im Ersten Weltkrieg, wandte sich die Zimmermann verehelichte Marie an den Gemeindevorstand mit der Bitte, die von dem im Dienst des österreichischen Heeres stehenden Pächters des Cafés gehaltene Bier-Concession auf Sie zu übertragen. Dies geschah auch nach einer eher geringen Entschädigung. 

Die Namensgeberin des Cafés 
war Luise von Österreich-Toskana.

Die hochschwangere Mutter von bereits sechs Kindern floh als Opfer des Hofklatsches 1902 an den Genfer See. Ihre Flucht vom Dresdner Hof war einer der größten Skandale Anfang des 20. Jahrhunderts mit europäischer Tragweite. Es wurde gemunkelt, dass der Vater des Ungeborenen der Sprachlehrer ihrer Kinder Giron, die Liebschaft der Kronprinzessin, war. Diese Affäre war zu einer Zeit wie damals ein außerordentlicher Eklat. Ob die neugeborene Prinzessin tatsächlich ein Kuckucksei war, wurde nie aufgeklärt. Bei dem verzweifelten Versuch, Ihre Kinder wiederzusehen, wurde Luise am Dresdner Taschenbergpalais bereits von Polizisten erwartet, festgehalten und zurück in ihr Hotel gebracht. 

Kurz darauf ließ sie sich von Ihrem Mann, Prinz Friedrich August scheiden. Nach diesem Vorfall konnte sie nie wieder nach Dresden zurückkehren, doch der Kontakt zu ihrem Café Toscana blieb erhalten. Der Konditor schickte ihr regelmäßig Dresdner Stollen, Streuselkuchen und Baumkuchen nach Florenz. Sie bedankte sich mit Postkarten für die ausgezeichneten Spezialitäten beim damaligen Caféhausbesitzer. 1911 schrieb Luise von Toskana ihre Autobiographie. 

Es ist die abenteuerliche Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Prinzessin, nachzulesen im Taschenbuch „Luise von Toskana – Mein Lebensweg“ (Bei uns erhältlich). 

In den Jahren 1934 bis 1940 wurde das Ehepaar Fritz und Irma Vogel aus Schlesien Pächter des Cafés. Anschließend, jedoch nur für kurze Zeit, übernahm der böhmische Konditor Podzimek das Kaffeehaus und wurde gleichzeitig Besitzer des Hauses am Schillerplatz 7. Ab 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg, erhielt Werner Anders einen Pachtvertrag für das Café. Ein Jahr später sogar ein Schankrecht für Branntwein. 

Die DDR-Zeit – es war Anders

Selbst in den schwierigsten Zeiten blieb das Café Toscana etwas Besonderes. Dennoch war die „Hochphase“ der damaligen DDR gleichzeitig eine schwierige Zeit für das Café. Zwar reichte das Angebot, bedingt durch die Güterknappheit bei Weitem nicht an das vorherige Niveau heran, der Besitzer des Kaffeehauses, Werner Anders, vermochte dennoch über viele Jahre das Renommee des Cafés zu erhalten und sich eine treue Stammkundschaft zu bewahren. Im Jahre 1948 musste sich Herr Anders jedoch mit der Handelsorganisation (HO) arrangieren. Ein Jahrzehnt danach, 1959, wurde der „Eierskandal“ inszeniert, in dessen Verlauf die HO das Café Toscana übernimmt. Ab diesem 

Zeitpunkt wurde das Vorzeige-Café auf Verschleiß gefahren. Die hauseigene Backstube (eine Etage tiefer) musste geschlossen werden, weil Straßenabwasser in die Backstube eindrang. Der Verkaufsraum war im Vergleich zu heute spiegelverkehrt angeordnet. Die Verkaufstheke befand sich an der Fensterseite. Die heutigen Fenster waren nicht sichtbar. Das Café betrat man entweder durch den Hausflur Schillerplatz Nr. 7, dann 1. Türe rechts, oder durch die noch heute vorhandene Drehtür. Kurz vor Ende der DDR waren viele alte Gebäudedenkmäler dem Untergang geweiht. Der Schillerplatz Nr. 7 teilte dieses Schicksal und war schon bald nicht mehr zu halten. Die Bausubstanz verschlechterte sich nach und nach. Der Wintergarten musste aus bautechnischen Gründen geschlossen werden, was den Verlust vieler angestammter Gäste mit sich brachte. 

1989 wurde das Café geschlossen. 

Auferstanden und erblüht

Nach der Wende im Jahre 1992 wurde unser Familienunternehmen, damals gemeinsam in der zweiten und dritten Generation von Peter und Jörg Eisold geführt, neuer Pächter des historischen Cafés am Blauen Wunder. Mit viel Liebe und nicht unerheblichen Investitionen war es gelungen, Dresden sein Café Toscana zurück zu geben und der Grande Dame der hiesigen Cafélandschaft zu neuer Schönheit zu verhelfen. Auch der beliebte Wintergarten mit Blick auf das „Blaue Wunder“ erstrahlte wieder in hellem Glanz. 

Wenngleich sich das Kaffeehaus dazumal noch wegen dessen Dimensionen wie ein Fremdkörper für unsere Konditorei und Bäckerei mit zwei Filialen in Arnsdorf und Radeberg anfühlte, wurde es schnell zu unserem Aushängeschild. 

Wir freuen uns sehr und sind auch ein wenig stolz, dass wir mit unserer Philosophie an das historische Niveau des Cafés anknüpfen konnten. Denn unser Ziel war schon immer „Geschmackserlebnisse schaffen, die Glücksmomente zaubern.“ 

So auch schon 1953, als Helmut Eisold unseren Familienbetrieb ins Leben gerufen hat und sein Sohn Peter mit seinem Gespür und Händchen für das Besondere und der Liebe zum Beruf den Weg für unser heutiges Bestehen ebnete. Das frühe Mitwirken von wiederum seinem Sohn Jörg in jungem Alter zeigte auch dessen Begeisterung für das Handwerk des Bäckers und Konditors, wobei letzteres ein besonderes Augenmerk bekommen sollte. Durch sein Verständnis für beständig attraktive Geschmackskombinationen unter Einbezug internationaler Einflüsse sind Kreationen aus dem Hause Eisold heute beliebter denn je.

Täglich geben wir für Sie nicht nur unser Bestes in Sachen echter traditioneller Handarbeit, Liebe zum Detail und dem Finden neuer Kreationen In unserer Konditorei wählen wir auch die hochwertigsten auf dem Markt erhältlichen Rohstoffe von mehrheitlich regionalen Lieferanten aus. 

Das Café Toscana heute

2016 war ein ganz besonderes Jahr für uns. Mit Clemens Eisold ist die vierte Generation in unser Familienunternehmen eingetreten. Seine Wanderjahre in der Gastronomie und Hotellerie verbrachte er in der Provence, Hongkong und verschiedenen Orten der Schweiz. Außerdem erhielt unser geliebtes Café Toscana eine aufwendige Renovierung von Grund auf. Absicht war es, die Historie mit der Moderne verschmelzen zu lassen und dennoch dem geschichtlichen Hintergrund genügend Raum zu geben. Seitdem können unsere Gäste auch auf der neuen Außenterrasse Platz nehmen. Etwas später, im Jahr 2021, wurde das Café Toscana aus dem Filialkreis der Bäckerei und Konditorei Eisold ausgegliedert und wird fortan als eigenständiger Betrieb geführt. Seither sind Ihre Wünsche noch mehr unser Anspruch - Genuss ohne Kompromisse. 

Wir freuen uns, dass Sie bei uns sind.

Ihre Familie Eisold und alle Mitarbeiter 

 

 

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